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Es werden Posts vom Dezember, 2019 angezeigt.

Im Dschungel

Der Tag beginnt wieder um 4:30 Uhr (hört das denn nie auf?!) mit einer kleinen Wanderung im Dunkeln. Wir müssen uns ganz besonders nah am Guide halten, weil bei Nacht viele (giftige) Schlangen und andere Kleintiere im Regenwald aktiv werden. Es geht also im Entenmarsch durch den Matsch. Maite macht es jetzt wie Gerson und hat sich in der Rangerstation Gummistiefel (botas) ausgeliehen. Das ist viel praktischer bei den Tausenden von Flüssen, die wir überqueren müssen (Brücken werden überbewertet Leute). Während wir noch trotz offener Augen schlafend durch den Wald dackeln, ist unser Guide schon wieder dabei, winnetoustyle Wildtiere aufzuspüren. Er kniet sich plötzlich hin, und als ich näher komme, sehe ich auch was er sieht: Fußspuren eines Tapirs. Habe ich natürlich sofort gewusst, von meiner jahrelangen Tapiraufspürerfahrung in der Innenstadt von Berlin. Die ist ja bekannt dafür.   Hastig fängt Gerson an zu Laufen, redet gar nicht mehr mit uns und auf der rechten Seite s...

Costa Rica

Busfahren ist mein neues Hobby. Für nur 12€ sitze ich jetzt 9 Stunden in diesem Bus, und kann mir den Regenwald anschauen. Es ist wie eine Fantasiewelt, die vor meinen Augen vorbeizieht. Palmen, Regenwald, grün, grün, grün so weit das Auge reicht, Täler und nebelverhangene Wälder. Ich frage mich, warum ich in Deutschland eigentlich immer so lange Busfahrten vermieden habe und es im Urlaub gar nicht schlimm ist, 9 Stunden zu sitzen. Naja, die Motivation ist hier auch eine Andere, wenn ich mir dafür die ganze Zeit den Regenwald ansehen kann. Es ist wirklich, wirklich einmalig schön hier. Klimatische Bedingungen Das Klima ist sooooooo komisch. Zuerst strahlt die Sonne, plötzlich verdunkelt sich der Himmel, es folgt ein einen vollkommen durchnässender Schauer und nach wenigen Minuten ist alles wieder wie es vorher war, gewärmt von der Sonne. Der Himmel hier ist wie eine ewige PMS. Ich mag es.  Der Regen ist warm. So angenehm, dass man darunter tanzen könnte. Ich muss ...

Nicaragua

Als wir ankommen, schlägt uns tropische Hitze entgegen und hastig zerre ich mir den verschwitzten Fast-Winter Pulli aus, der mir 20 Stunden zuvor noch meinen kalten Arsch in Berlin gerettet hat. Die Luft ist warm und feucht und wird von lautem Hupen erfüllt, das von überall zu scheinen kommt. Die Straße wird von Palmen und Reklameschildern gesäumt. Nach dem langen Flug, dem Umsteigen, dem auf die Koffer warten, geht plötzlich alles ganz schnell. Gustavo steigt auf die offene Ladeplatte des Pick ups seines Vaters und stellt sich oben auf. "Komm, das habe ich als Kind immer gemacht. Das macht Spaß!" Völlig übermüdet, und ein bisschen besorgt, weil das wirklich gefährlich aussieht, während der Fahrt draussen auf einem Pick Up zu stehen, schwinge ich mich mit einem 'klar' hoch auf die Ladefläche. Denn als Angsthase will ich nun wirklich nicht abgestempelt werden; ich bin eine Abenteurerin. Oben angekommen klammere ich mich an die Halterungsstangen, als sich der Pick U...