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Mein Liebling




Heute Morgen als ich genüsslich mein Frühstück beendet hatte, kam plötzlich meine Gastmutter in mein Zimmer gerannt und lud mich ein sie auf die Ferias, den örtlichen Markt, zu begleiten. Also wortwörtlich war das so: „Maaaaaaite vamos a las ferias si po? Vamos vamos!“ und ich bin ihr hinterher  gedackelt, weil ich nichts anderes zu tun hatte.

Überraschenderweise war der Markt total schön, unglaublich viel Auswahl an Obst und Gemüse, Bananen, Ananas, Orangen, Kiwis, Äpfel, Zitronen, Zucchini, Auberginen, Kürbis, Kartoffeln, Knoblauch, Salat…und das im Winter!
Die Preise waren auch unschlagbar günstig und die Atmosphäre unter offenem Himmel mit Gesprächen mit Händlern (ich habe natürlich die Chance genutzt und die Fragenden zu Deutschland auf den neuesten Stand gebracht), bei denen auch das ein oder andere Probieren rausprang, gefiel mir viel besser als der Gang zum Supermarkt.


Ich habe meine Angst vor Hunden überwunden. Als ich passieren wollte, sah ich schon von weitem, dass beide Hunde draußen waren. Und weiß dios woher ich diese Ruhe an diesem Morgen her hatte, aber ich probierte Mirtas und Jaimes Tipps aus, mit offenen Armen und liebem Ansprechen die Hunde anzulocken. Und es funktionierte! Zuerst kamen sie wütend auf mich zugerannt, aber als sie mich mit zuckersüßer Stimme ihren Namen sagen hörten, kamen sie schwanzwedelnd auf mich zu und ließen sich streicheln. Die selben aggressiven Hunde, von denen mich der Eine das letzte Mal grundlos gebissen hatte! Der große Hund sprang mich auch dieses Mal immer wieder an, aber nicht um zu beißen sondern um seine Streicheleinheiten abzuholen. Die wollten mich gar nicht mehr gehen lassen.
Schon ein bisschen komisch, mit den Hunden zu kuscheln, die mich angegriffen haben. Aber andererseits ist es besser so, wenn meine Feinde meine Freunde sind. Und irgendwie bin ich gar nicht nachtragend. Als ich die Hunde hinter mir gelassen hatte, schlug mir das Herz bis zum Hals, aber ich war unglaublich stolz auf mich!


Meine erste eigene Stunde

Ich kann gar nicht mehr aufhören zu lächeln. Meine erste Unterrichtsstunde mit den Kindern war einfach zu süß. Mauricio hat mich gebeten, ein deutsches Kinderlied vorzubereiten. Ich würde bezweifeln, dass sie so viel gelernt haben, aber als sie angefangen haben, auf Deutsch mitzusingen, ist mein Herz einfach weggeschmolzen.   
Ich liebe es, dass Kinder zurücklächeln, wenn man sie anlächelt. Das ist so einfach. Und am Ende der Stunde kamen sie einfach angerannt, um mich zum Abschied zu umarmen. Nach der Stunde mit den Kleinen habe ich automatisch richtig, richtig gute Laune.





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